Herman Maier war nah dran.
Nur eine kleine Gruppe von unbestrittenen Riesenslalom-Spezialisten konnte in Alta Badia nicht den ultimativen Triumph feiern: österreichische Stars wie Benjamin Raich und Hermann Maier, die Norweger Kjetil Andre Aamodt und Lasse Kjus und ihr Nachfolger Aksel Lund Svindal, die Gewinner von Goldmedaillen im Riesenslalom wie Rudi Nierlich und Stefan Eberharter, oder der Sieger der Olympischen Winterspiele im Jahr 2010 Carlo Janka. Einige von ihnen konnten sich aber gelegentlich unter den ersten drei platzieren.
Im Dezember 1999 verpasste Herman Maier um nur 8/100 den Sieg – dieser ging an den Franzosen Joël Chenal – nach seinem sechsten und dritten Platz bei der Abfahrt in Gröden und nach insgesamt fünf Siegen im Riesenslalom, bei der Abfahrt und beim Super-G in Sölden, Lake Louise und Beaver Creek in den vorangehenden Wochen!
Der österreichische Superstar konnte sich ein paar Mal den dritten Platz sichern. Dies geschah im Dezember 2004, kurz bevor er seine letzte Goldmedaille im Riesenslalom bei der FIS Weltmeisterschaft in Bormio 2005 gewann. Mit insgesamt 28 Podestplatzierungen, war ‚Herminator‘ sicherlich ein Spitzensportler im Riesenslalom. Im Jahr 1998 konnte er sogar den Olympiasieg in dieser Disziplin feiern.
Die italienischen Experten der Gran Risa
wahre Spezialisten der Gran Risa herausgestellt, wie die Italiener Davide Simoncelli und Max Blardone, die zusammen vier Mal gewonnen und das Podest mehrere Male in den letzten 15 Jahren bestiegen haben. Bereits im Jahr 2009 gelang es ihnen, den ersten und zweiten Platz zu belegen, was zu einer unglaublichen Begeisterung bei ihren vielen italienischen Fans, die sich entlang der Strecke und im Zielgelände häuften, führte.
Max Blardone, der in seiner Karriere sieben Weltcup-Rennen gewonnen hat, führte auch bei den härtesten Rennen in Adelboden, Kranjska Gora, Beaver Creek, Val d'Isère, Sölden und Lenzerheide und erreichte 24 Mal das Podest in den Jahren von 2004 bis 2012. Blardone hat sich vor ein paar Jahren wegen einer Wette mit einem Freund im Zielgelände eines Rennens sogar als Superman verkleidet.
Davide Simoncelli hat fünf seiner acht Podestplätze in Alta Badia feiern können. Die einzigartige Atmosphäre, die in Alta Badia herrscht, hat ihm wohl Glück gebracht. Er hat an 15 Rennen auf der Gran Risa teilgenommen - fast rekordverdächtig!
Marcel Hirscher, einer so wie keiner!
Der Österreicher Marcel Hirscher hat im Laufe seiner Karriere insgesamt 67 Weltcup-Siege errungen, acht davon auf der legendären Gran Risa. Mit seinen insgesamt acht Siegen ist er der Skirennläufer, der am öftesten auf der Gran Risa gewonnen hat, hinter ihm liegt Alberto Tomba mit vier Siegen. Erstaunlich an seinen Siegen ist auch, dass er der einzige Skirennläufer ist, der alle Disziplinen, die je auf der Gran Risa ausgetragen wurden, für sich entscheiden konnte: den Riesenslalom, den Parallelslalom und den Slalom.
Acht, eine wichtige Zahl für Marcel und für die Geschichte des alpinen Skisports: Er hat nämlich acht große Kristallkugeln gesammelt, sprich acht Mal in Folge im Gesamtweltcup triumphiert. Von 2012 bis 2019 dominierte er im wahrsten Sinne des Wortes die Spitzenklasse des alpinen Skisports. Im Jahr 2019 entschied er sich schließlich dazu, sich vom Skirennsport zurückzuziehen.
GIULAN, vielen Dank Marcel, es war uns eine große Ehre dich auf der Gran Risa Ski fahren zu sehen, und eines ist sicher: „Er hat viele junge Leute inspiriert, die auch in den zukünftigen Rennen auf dieser legendären Piste für Aufsehen sorgen werden“.